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Kernfunktionen & Handbuch

Seer bietet leistungsstarke native Betrachter und flexible Workflow-Steuerungen für den Büroalltag, die Softwareentwicklung, kreatives Design und die Systemdiagnose. Neben blitzschnellen Startgeschwindigkeiten bietet jeder Betrachter umfangreiche Tastatur-Workflows, Mausgesten und praktische Funktionen.

Sie können diese Seite zusammen mit Ihrer Frage an einen KI-Assistenten übergeben, um schnelle und präzise Antworten zu erhalten.

Allgemeine Funktionen

Unabhängig vom aktuell in der Vorschau angezeigten Dateityp stellt das Seer-Hauptfenster einheitliche Steuerelemente, nützliche Interaktionsdetails und globale Tastenkombinationen bereit.

Bis auf wenige Ausnahmen reagiert der Großteil der Tastenkombinationen nur, wenn das Vorschaufenster den Eingabefokus besitzt.

1. Eigenschaften-Inspektor

Klicken Sie auf das Info-Symbol in der Titelleiste (oder drücken Sie die Tastenkombination Strg + I), um die zentrierte Eigenschaftenkarte einzublenden:

  • Umschalt-Taste zum Umschalten zwischen Rohdaten und lesbarer Anzeige: Drücken Sie bei aktivem Inspektor (sofern kein Texteingabefeld fokussiert ist) die Umschalt-Taste, um alle Werte zwischen benutzerfreundlicher Formatierung und exakten Rohdaten umzuschalten (z. B. 12.5 MB ⟷ 13.107.200 Bytes oder vor 2 Stunden ⟷ 2026-11-01 13:08:42). Ihre Auswahl wird automatisch gespeichert.
  • Einklappen langer Texte & vollständiges Ausklappen: Eigenschaftszeilen mit mehr als 3 Zeilen werden automatisch mit Auslassungspunkten eingeklappt. Klicken Sie auf eine beliebige Stelle der Zeile, um zwischen eingeklappter Vorschau und vollständiger Ansicht umzuschalten; der Ausklappstatus der einzelnen Zeilen bleibt erhalten.
  • Abschnitte einklappen & Schnelles Kopieren: Klicken Sie auf Abschnittsüberschriften (Allgemein, Erweitert usw.), um Gruppen ein- oder auszuklappen. Bewegen Sie den Mauszeiger über eine Eigenschaftszeile, um rechts eine Kopierschaltfläche einzublenden, mit der Sie den Wert in die Zwischenablage kopieren können.
  • Dateinotizen & Bemerkungen:
    • Zweck & Kapazität: Der Inspektor enthält ein eigenes Bemerkungsfeld mit Unterstützung für bis zu 8.192 Zeichen, um persönliche Notizen, Prüfhinweise oder wichtige Zusammenfassungen an die Vorschiodatei anzuhängen.
    • Speicherort: Auf lokalen Laufwerken und Netzwerkfreigaben, die benannte Datenströme (Named Streams wie NTFS) unterstützen, werden Notizen direkt an die Datei angehängt und bleiben beim Umbenennen oder Verschieben auf demselben Datenträger erhalten. Bei Laufwerken ohne Stream-Unterstützung (FAT32/exFAT) oder Cloud-Platzhaltern (z. B. reinen Online-Dateien in OneDrive) werden Notizen stattdessen in der lokalen Datenbank von Seer gespeichert.
    • Nur lokale Speicherung (Wichtig): ⚠️ Notizen sind persönliche lokale Anmerkungen und werden nicht über Netzwerke oder Cloud-Uploads übertragen. Beim Hochladen von Dateien oder beim Versenden per Messenger und E-Mail werden Stream-Metadaten entfernt. Auch das Kopieren auf Nicht-NTFS-USB-Laufwerke oder eine Neuinstallation von Windows ohne Sicherung der lokalen Anwendungsdaten führt zum Verlust der Notizen.
    • Erhalt des Dateiänderungsdatums: Das Schreiben oder Löschen von Notizen verändert weder das Änderungs- noch das Erstellungsdatum der Originaldatei. So lösen Build-Tools keine unnötigen Neuerstellungen aus und Ihr Git-Status bleibt sauber.
    • Nahtlose Bearbeitung & Speicherung: Der Notizbereich ist stets editierbar – ganz ohne separate „Bearbeiten“- oder „Speichern“-Schaltflächen. Änderungen werden beim Tippen automatisch gespeichert (Schreibvorgänge werden etwa eine Sekunde nach dem Ende der Eingabe festgeschrieben, und ausstehende Änderungen werden beim Schließen der Vorschau übertragen). Ist eine Datei als schreibgeschützt markiert, wechselt der Notizbereich in den Lesemodus, um versehentliche Änderungen zu verhindern.
    • Optischer Hinweis in der Titelleiste: Enthält eine Datei Notizen, zeigt die Info-Schaltfläche in der Titelleiste einen dezenten farbigen Punkt in der oberen rechten Ecke.
    • Hauptschalter: Dateibemerkungen können unter Einstellungen > System jederzeit aktiviert oder deaktiviert werden.
  • Inspektor anpinnen: Klicken Sie auf das Stecknadel-Symbol in der oberen rechten Ecke des Inspektors, um ihn angepinnt zu lassen. Im angepinnten Zustand öffnet sich der Inspektor bei jeder neuen Dateivorschau automatisch.
  • Anschauliche Diagramm-Visualisierungen: Bei installierten Eigenschafts-Plugins werden native Vektordiagramme und Kurven (wie Bildhistogramme oder Farbräume) direkt interaktiv eingebunden.

2. Fensterverwaltung & abgetrennte Instanzen

  • Hauptaktion & Umschalt-Mehrfachschließen:
    • Standard-Klick: Löst die unter Einstellungen > Erweitert (Titelleisten-Schaltfläche) konfigurierte Aktion aus. Unterstützt drei Modi: Separates Fenster (Standard: trennt die Vorschau in ein unabhängiges Unterfenster ab), Angepinntes Fenster (hält das Fenster im Vordergrund, ohne sich bei Fokusverlust zu schließen) oder Eigenständiges Fenster (startet einen isolierten SeerViewer.exe-Prozess).
    • Umschalt gedrückt halten zum Schließen aller Unterfenster: Wenn mehrere Fenster auf dem Bildschirm angepinnt oder abgetrennt sind, verwandelt das Gedrückthalten der Umschalt-Taste die Aktionsschaltfläche in eine Schaltfläche „Alle Unterfenster schließen“ mit einem Zähler für die aktiven Fenster. Ein Klick darauf schließt alle Unterfenster auf einmal.
  • Tastenkombinationen zur Fenstergröße:
    • F9: Vorschaufenster verkleinern.
    • F10: Vorschaufenster vergrößern.
    • F11 (oder Doppelklick auf die Titelleiste): Zwischen Standardgröße und maximiertem Vollbild umschalten.
  • Einstellungen öffnen: Drücken Sie Strg + ,, um die Seer-Einstellungen zu öffnen.

3. Globale Suchleiste

Die Betrachter für Text/Code, PDF, Web/Markdown und Ordner/Archive verfügen alle über die einheitliche Suchleiste:

  • Öffnen & Schließen: Drücken Sie Strg + F zum Öffnen; drücken Sie Esc zum Schließen und Zurückgeben des Fokus an den Anzeigebereich.
  • Treffer-Navigation:
    • F3 oder Eingabe im Suchfeld: Zum nächsten Treffer springen.
    • Umschalt + F3 oder Umschalt + Eingabe: Zum vorherigen Treffer springen.
    • Alt + C: Groß-/Kleinschreibung umschalten (Aa-Schaltfläche).

4. Kontinuierliche Cursor-Verfolgung & automatisches Neuladen

  • Cursor-Verfolgung im Dateimanager: Bewegen Sie die Auswahl im Windows-Explorer oder in unterstützten Dateimanagern von Drittanbietern mit den Pfeiltasten; ein aktives Seer-Fenster folgt der Auswahl sofort, ohne dass die Leertaste wiederholt gedrückt werden muss.
  • Navigation nach gleichem Dateityp:
    • Strg + → / Strg + ←: Durch die zuletzt in der Vorschau angezeigten Dateien vor- und zurückblättern (ein fortlaufender Verlauf, nicht die Dateireihenfolge im Ordner).
    • Strg + Umschalt + → / Strg + Umschalt + ←: Gezielt zwischen Dateien desselben Typs im aktuellen Verzeichnis wechseln (Ordner und Dateien mit anderer Erweiterung werden übersprungen).
  • Automatisches Neuladen bei externen Änderungen: Wenn in den Einstellungen aktiviert (standardmäßig deaktiviert), wird die Vorschau beim Bearbeiten und Speichern einer Datei in einem externen Editor automatisch aktualisiert. Der Textbetrachter stellt dabei zusätzlich die gespeicherte Leseposition wieder her (Text/remember_pos, standardmäßig aktiv); andere Betrachter rendern von oben neu. Bei Ordnern werden nur Änderungen auf der ersten Verzeichnisebene überwacht. Sie können auch F5 drücken, um manuell neu zu laden.

5. Steuerleiste & Erweiterungen

  • Strg + O: Die aktuelle Datei in der Standardanwendung öffnen (entspricht einem Doppelklick auf das Dateisymbol).
  • Strg + R: Die Datei im Windows-Explorer anzeigen und auswählen.
  • Erweitern Sie Aktionen dynamisch mit Steuerungs-Plugins (z. B. Kopieren von Verzeichnislisten, Freigeben, Freigeben von Dateihandles).

Text- und Code-Betrachter

Entwickelt für Softwareentwickler und technische Anwender – verbindet hochpräzises Syntax-Rendering für täglichen Quellcode mit sofortigem, verzögerungsfreiem Öffnen mehrer Megabyte großer Protokolldateien.

Dual-View-Architektur: Standardansicht vs. Großdatei-Ansicht

Um Abstürze durch Speichermangel und Einfrieren der Benutzeroberfläche bei großen Dateien zu verhindern, passt Seer den Ansichtsmodus automatisch anhand der Dateigröße an:

  • Automatischer Schwellenwert: Über die Konfiguration steuerbar, standardmäßig 3 MiB (3.145.728 Bytes).
    • ≤ 3 MiB: Öffnet in der Standardansicht mit vollständigem Syntax-Styling, Zeilenumbruch, Codeformatierung und schnellen Rendering-Umschaltern.
    • > 3 MiB: Streamt das Dokument automatisch in der Großdatei-Ansicht, um ein sofortiges, verzögerungsfreies Öffnen von hunderten Megabyte großen Logs, Datenbank-Dumps oder riesigen CSV-Dateien ohne Speicherüberlauf zu gewährleisten.

Um eine sofortige, flüssige Darstellung bei riesigen Dateien sicherzustellen, streamt die Großdatei-Ansicht Inhalte mit festen Zeilenhöhen. Daher sind rechenintensive Funktionen – wie dynamischer Zeilenumbruch, Codeformatierung und direktes Rendern von Markdown/HTML/SVG – in diesem Modus nicht verfügbar. Beide Ansichten unterstützen Syntaxhervorhebung, Suche (Strg + F), Zeilennummern (N), Leerzeichen-Visualisierung (W), Übersicht-Minimap (M) und Textauswahl per Maus vollständig.

Zeilenlängenbegrenzung & Überlaufschutz

Beim Betrachten minifizierter oder gebündelter Dateien (wie einzeiligem JavaScript, monolithischen JSON-Nutzlasten oder Base64-Daten) kann eine einzelne Zeile Zehntausende oder Hunderttausende Zeichen enthalten. Das Berechnen von Layout und Zeilenumbrüchen für solch enorme Zeilen führt zu spürbaren Verzögerungen oder zum Einfrieren bei der Fenstergrößenanpassung.

  • Standardbegrenzung pro Zeile: 10.000 Zeichen: Seer begrenzt das Einlesen und Layouten einzelner Zeilen standardmäßig auf 10.000 Zeichen (der Konfigurationsschlüssel erzwingt eine strikte Untergrenze von 10.000 Zeichen).
  • Kapsel-Hinweis bei Zeilenkürzung: Überschreitet eine Zeile 10.000 Zeichen, werden die überzähligen Bytes sicher abgeschnitten und am Ende der Zeile wird ein Kapsel-Badge eingeblendet (z. B. … 500 B oder … 14.5 KB).
  • Tooltip für weggelassene Bytes: Beim Bewegen des Mauszeigers über das Badge erscheint ein informativer Tooltip mit der genauen Anzahl der weggelassenen Bytes (z. B. Zeile abgeschnitten (14.848 Bytes weggelassen)). So bleibt die Interaktion absolut flüssig, ohne das Bewusstsein für gekürzte Inhalte zu verlieren.

Vollständige Übersicht der Tastenkombinationen

Tastenkombination Beschreibung Ansichtsverfügbarkeit
Z Zeilenumbruch / horizontales Scrollen umschalten Nur Standardansicht
F Code automatisch formatieren (JSON / XML) Nur Standardansicht
R Zur gerenderten Ansicht wechseln (Markdown, HTML oder SVG) Nur Standardansicht
L Ansicht auf aktuelle Cursorzeile zentrieren Nur Standardansicht
N Linke Zeilennummern ein-/ausblenden In beiden Ansichten unterstützt
W Leerzeichensymbole ein-/ausblenden (Punkte für Leerzeichen, Pfeile für Tabulatoren) In beiden Ansichten unterstützt
M Code-Minimap ein-/ausblenden In beiden Ansichten unterstützt
Strg + = Schriftgröße vergrößern (oder Strg gedrückt halten und Mausrad drehen) In beiden Ansichten unterstützt
Strg + - Schriftgröße verkleinern In beiden Ansichten unterstützt
Strg + F Suchleiste öffnen (F3 nächstes, Umschalt + F3 vorheriges) In beiden Ansichten unterstützt

Benutzerdefinierte Syntaxhervorhebung

Die Syntaxhervorhebung von Seer basiert auf der quelloffenen Kate-Syntax-Highlighting-Spezifikation (demselben Standard, der von Kate, KWrite, Qt Creator und KDevelop genutzt wird). Wenn ein spezielles oder eigenes Dateiformat nicht standardmäßig abgedeckt ist oder Sie die Farbgebung anpassen möchten, können Sie ganz einfach .xml-Syntaxdefinitionen hinzufügen – ohne Code schreiben oder kompilieren zu müssen.

1. Syntax-Referenz & Beispiele

Das offizielle Steuerungs-Plugin Hex View nutzt genau diesen Mechanismus: Es gibt Hex-Daten in Dateien mit der benutzerdefinierten Endung .hextxt aus und liefert syntax/hextxt.xml mit, um eine eigene Syntaxhervorhebung bereitzustellen.

2. Speicherorte & Aktivierung

Legen Sie Ihre .xml-Definitionsdateien in eines der Syntaxverzeichnisse von Seer ab:

  • Standard-Installation von Seer: %LocalAppData%\Corey\Seer\syntax\ (d. h. C:\Users\<IhrBenutzername>\AppData\Local\Corey\Seer\syntax\; erstellen Sie den Ordner syntax, falls er noch nicht existiert).
  • Portable Version von Seer (wenn portable.cfg im Anwendungsstammverzeichnis vorhanden ist): <SeerInstallDir>\data\syntax\.
  • Erweiterungspakete: Plugin-Pakete können Syntaxdefinitionen unter <packageRoot>\syntax\ bündeln und verteilen.

Aktivierung: Nach dem Ablegen der Datei starten Sie Seer einfach neu. Das Programm scannt, validiert und registriert automatisch alle konformen Syntaxdateien.

3. XML-Dateiregeln & wichtige Einschränkungen

Syntaxdefinitionen folgen der standardmäßigen Kate-Syntax-XML-Spezifikation. Nachfolgend ist der Aufbau aus dem offiziellen Beispiel hextxt.xml dargestellt:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE language>
<language name="HexDump" section="Other"
          extensions="*.hextxt" version="2" priority="100" kateversion="5.0"
          mimetype="text/x-hexdump" author="corey" license="MIT">
  <highlighting>
    <contexts>
      <context name="Dump" attribute="Normal" lineEndContext="#stay">
        <RegExpr String="^[0-9A-Fa-f]{8}(?=\s{5})" attribute="Offset" context="DataRow"/>
        <RegExpr String="^Offset\(h\).*$" attribute="ColumnHeader" context="#stay"/>
        <RegExpr String="^\[.*\]$" attribute="Banner" context="#stay"/>
      </context>
      <context name="DataRow" attribute="Normal" lineEndContext="#pop">
        <RegExpr String="\|.{16}\|$" attribute="Ascii" context="#stay"/>
        <RegExpr String="\b[0-9A-Fa-f]{2}\b" attribute="HexByte" context="#stay"/>
      </context>
    </contexts>
    <itemDatas>
      <itemData name="Normal" defStyleNum="dsNormal"/>
      <itemData name="Offset" defStyleNum="dsFunction"/>
      <itemData name="HexByte" defStyleNum="dsDataType"/>
      <itemData name="Ascii" defStyleNum="dsString"/>
      <itemData name="ColumnHeader" defStyleNum="dsComment"/>
      <itemData name="Banner" defStyleNum="dsAlert"/>
    </itemDatas>
  </highlighting>
</language>
  • Dateigrößenbegrenzung: Jede .xml-Datei darf strikt maximal 512 KB groß sein. Dateien über 512 KB werden ignoriert, um versehentlich abgelegte Fremddateien auszuschließen.
  • Erforderliche Attribute:
    • name (Erforderlich): Eindeutiger Anzeigename der Sprache (z. B. name="HexDump").
    • section: Kategorie, unter der die Definition gruppiert wird (z. B. Sources, Scripts, Markup, Other).
    • extensions (Erforderlich): Durch Semikolons getrennte Platzhaltermuster für passende Dateinamen (z. B. extensions="*.hextxt").
    • ⚠️ Keine Leerzeichen nach Semikolons einfügen: Bei *.foo; *.bar wird das zweite Muster mit führendem Leerzeichen (" *.bar") eingelesen und passt daher auf keinen Dateinamen. Schreiben Sie Muster stets sauber ohne Leerzeichen als *.foo;*.bar.
    • priority: Muss eine positive Ganzzahl sein (z. B. priority="100").
    • version: Revisionsnummer der Definition (Ganzzahl oder Fließkommazahl, z. B. version="2").
    • kateversion: Kate-Format-Versionszeichenfolge. Sie muss einen Punkt enthalten (z. B. kateversion="5.0" oder kateversion="6.0"). Dateien mit fehlenden, punktlosen oder inkompatiblen kateversion-Attributen werden übersprungen.

4. Konfliktlösung & Überschreibungen

Wenn sich mehrere Syntaxdefinitionen überschneiden, wendet Seer deterministische Vorrangregeln an:

  • Identische Namen (name-Übereinstimmung): Hat eine benutzerdefinierte Definition denselben Namen wie eine vorhandene oder integrierte Definition, hat die Version mit der höheren version Vorrang. Bei gleicher Versionsnummer bleibt die zuerst geladene Definition aktiv.
  • Überlappende Erweiterungen (extensions-Kollision): Beanspruchen verschiedene Sprachdefinitionen dieselbe Dateierweiterung (z. B. zwei Definitionen für *.shader), gewinnt die Definition mit dem höheren priority-Wert.
  • Integrierte Syntaxhervorhebungen überschreiben: Um die integrierte Hervorhebung von Seer für einen Dateityp durch eine aktualisierte Community- oder eigene Regel zu ersetzen, vergeben Sie einfach einen höheren positiven Wert für priority (z. B. priority="100"; integrierte Prioritäten liegen typischerweise im einstelligen Bereich), und Seer priorisiert nahtlos Ihre benutzerdefinierte Regel.

Video- und Audio-Betrachter

Bietet GPU-Hardware-Dekodierungsunterstützung (standardmäßig deaktiviert) und Echtzeit-Audio-Visualisierung für eine reibungslose Wiedergabe aller gängigen Medienformate.

Dekodierung & Anforderungen an das OpenGL-Rendering

  • Dekodierungs-Backend: Hardware-Dekodierung ist standardmäßig deaktiviert – die Option GPU-Dekodierung deaktivieren unter Einstellungen > Typen > Medien ist aktiviert, sodass Seer zunächst mit Software-Dekodierung (FFmpeg, dav1d) arbeitet. Deaktivieren Sie diese Option, damit Seer die GPU-Dekodierer ausprobiert, und legen Sie bei Bedarf die genaue Reihenfolge der Backends in user.ini [Media] unter decoders fest (D3D11, MFT:d3d=11, DXVA, CUDA, FFmpeg, dav1d, ...).
  • ⚠️ OpenGL-Hardware-Rendering: Die Anzeige von Videoframes erfordert zwingend einen aktiven OpenGL-Hardware-Rendering-Kontext der GPU. In seltenen Umgebungen (wie virtuellen Maschinen, Remotedesktop-Verbindungen ohne GPU-Passthrough oder Systemen mit veralteten bzw. beschädigten Grafiktreibern) kann die Videowiedergabe unter Umständen nicht korrekt gerendert werden.

Wiedergabesteuerung & Lautstärkeverhalten

  • Lebenszyklus der Wiedergabegeschwindigkeit: Geschwindigkeitsanpassungen gelten nur zur Laufzeit (für die aktuelle Sitzung) und werden beim nächsten Start von Seer automatisch auf 1.0x zurückgesetzt.
  • Lautstärkeregelung (Standardvorschau vs. eigenständiges Fenster):
    • Standard-Vorschaufenster: Unterstützt das Umschalten von Stumm / Ton an (M oder Steuerleisten-Schaltfläche) ohne Lautstärkeregler.
    • Eigenständiges Fenster (SeerViewer.exe): Unterstützt die feine Lautstärkeregelung per Mausrad oder Lautstärkeregler-Popup mit OSD-Anzeige (Volume OSD) und speichert den Lautstärkepegel sitzungsübergreifend.
  • Untertitelauswahl & automatische Erkennung: Wählen Sie bei Videos mit eingebetteten Untertitelspuren die gewünschte Spur über das Kontextmenü Untertitel aus oder deaktivieren Sie sie. Seer erkennt zudem automatisch externe .srt-, .ass-, .ssa- und .vtt-Untertiteldateien mit identischem Basisnamen im selben Ordner wie das Video.
  • Schutz für Medien unter 1 Sekunde: Medienclips mit einer Dauer von unter 1 Sekunde (< 1.000 ms) bieten keine Wiedergabefunktionen: Fortschrittsbalken, Zeitanzeige, Wiedergabe-/Pause-Taste, Geschwindigkeitsschaltfläche und Stummschalt-Taste werden vollständig ausgeblendet, und Zeitleisten-Tastenkombinationen sind deaktiviert. Endlosschleifen sind deaktiviert, um Neustartschleifen der Pipeline zu vermeiden; der Clip wird einmal abgespielt und hält beim letzten Frame an, während in der Steuerleiste der Status „Keine Zeitleiste“ angezeigt wird.
  • Videokapitel & Fortschrittsbalken-Tooltip: Bei Videos mit eingebetteten Kapiteln (wie MP4 oder MKV) zeigt der Fortschrittsbalken automatisch visuelle Kapitelmarkierungen an. Beim Bewegen der Maus über den Fortschrittsbalken erscheint ein Tooltip mit dem exakten Zeitstempel und Kapiteltitel (z. B. 04:15 | Einführung).
  • Anzeigemodi der Zeitanzeige: Klicken Sie auf die Zeitanzeige in der Steuerleiste, um zwischen den Anzeigemodi zu wechseln (Umschalten zwischen abgelaufener Zeit / Gesamtdauer und verbleibender Restzeit). Ihr bevorzugter Anzeigestil wird automatisch gespeichert.
  • Prozentuales Springen: Drücken Sie während der Wiedergabe die Zifferntasten 0 bis 9, um direkt zu 0 % bis 90 % der Gesamtdauer des Videos zu springen.
  • Einzelbildweiterschaltung: Drücken Sie , / ., um die Wiedergabe anzuhalten und 1 Frame zurück / vor zu springen (Umschalt + , / Umschalt + . springt um 5 Frames). Auch über das Kontextmenü „Springen“ verfügbar.
  • Wiedergabefortsetzung: Merkt sich den Wiedergabefortschritt für Audio- und Videodateien, wenn dies in den Einstellungen oder in user.ini aktiviert ist (audio_remember_playback_pos und video_remember_playback_pos, standardmäßig deaktiviert).

Direktes Kopieren von Frames & Covern

Drücken Sie während der Wiedergabe oder Pause jederzeit Strg + C, um visuelle Medieninhalte direkt in die Zwischenablage zu kopieren:

  • Video-Frame-Erfassung: Kopiert das aktuelle Videobild als hochauflösendes, verlustfreies Bild in die Windows-Zwischenablage.
    • Gezieltes Ansteuern von Einzelbildern: Um einen bestimmten Frame zu kopieren, pausieren Sie einfach die Wiedergabe und navigieren Sie mit der Einzelbildweiterschaltung (, für den vorherigen Frame, . für den nächsten Frame oder Umschalt + , / Umschalt + . für 5-Frame-Schritte) zum gewünschten Bild, und drücken Sie dann Strg + C.
  • Audiodateien:
    • Mit eingebettetem Albumcover: Enthält die Audiodatei ein Albumcover (und die Ansicht befindet sich im Modus „Nur Cover“ oder „Cover + Visualizer“), kopiert Strg + C das originale, hochauflösende Coverbild direkt in die Zwischenablage.
    • Ohne Cover (oder Modus „Nur Visualizer“): Hat der Titel kein eingebettetes Bild oder wird der Modus „Nur Visualizer“ genutzt, erfasst Strg + C die aktuelle Wellenform-Animation und speichert sie als Bild in der Zwischenablage.
  • Eine Benachrichtigung bestätigt nach jedem erfolgreichen Kopieren, dass das Bild in der Zwischenablage gespeichert wurde.

Audio-Wellenform-Visualizer & Cinema-RAW-Formate

  • Echtzeit-Audio-Visualizer: Beim Abspielen von Audiodateien (MP3, FLAC, WAV usw.) steht ein Echtzeit-Visualizer zur Verfügung, der über das Kontextmenü aufgerufen werden kann:
    • 3 Ansichtsmodi: Nur Cover, Cover + Visualizer, Nur Visualizer.
    • 4 Visualizer-Stile: Gespiegelte Balken, Symmetrische Balken, Spektrumkurve, Flüssige Welle.
  • Cinema-RAW-Videoformate: Mit installiertem offiziellem mdkadapter-Plugin zeigt Seer professionelles Cinema-RAW-Filmmaterial einschließlich RED R3D (.r3d) und Blackmagic RAW (.braw) nativ in der Vorschau an.

Bildbetrachter

Entwickelt für präzise Design- und Fotoprüfungen – kombiniert GPU-beschleunigtes Rendering, umfassende Gestensteuerung und blitzschnelles Öffnen riesiger RAW-Bilder.

Anzeigemodi & Leinwand-Navigation

  • Einstellung für Standard-Anzeigemodus: Konfigurieren Sie Ihre bevorzugte Startgröße unter Einstellungen > Typen > Bilder:
    • Automatisch anpassen (Standard): Skaliert das Bild automatisch herab oder herauf, sodass es vollständig ohne Scrollbalken in das Vorschaufenster passt.
    • An kürzere Seite anpassen: Skaliert, bis die kürzere Kante den Fensterrand berührt; bei Bedarf kann entlang der längeren Seite gescrollt werden (ideal für lange Screenshots oder Panoramabanner).
    • Originalgröße bevorzugen: Öffnet das Bild immer in der unskalierten physischen Originalauflösung (100 %).
  • Intelligentes Vergrößern (E): Drücken Sie E (oder wählen Sie Vergrößern im Kontextmenü), um das Vorschaufenster und die Zoomstufe intelligent zu optimieren:
    • Bei hohen vertikalen Bildern (z. B. Smartphone-Screenshots, langen Webseiten-Erfassungen): Passt die Breite an die verfügbare Bildschirmbreite an und ermöglicht flüssiges vertikales Scrollen.
    • Bei breiten Panoramabildern: Passt die Höhe an die verfügbare Bildschirmhöhe an und ermöglicht horizontales Scrollen.
    • Seer ermittelt automatisch die maximal lesbare Abmessung auf Ihrem Monitor und passt das Vorschaufenster entsprechend an.
  • Direkte Kantenanpassung: Drücken Sie W, um das Bild an die Fensterbreite anzupassen, oder H, um es an die Fensterhöhe anzupassen.
  • Doppelklick-Umschaltung: Doppelklicken Sie auf eine beliebige Stelle der Bildfläche, um sofort zwischen 1:1-Pixelauflösung und Fensteranpassungsmodus umzuschalten.
  • Mausrad- & Touchpad-Gesten:
    • Mausrad-Aktionsmodus: Wählen Sie unter Einstellungen > Typen > Bilder, ob das Drehen des Mausrads die Bildfläche vertikal scrollt oder ohne Halten von Strg stufenlos zoomt.
    • Umschalt + Mausrad: Scrollt die Bildfläche horizontal – bequemes Schwenken über breite Bilder ganz ohne Verschieben von Scrollbalken.
    • Windows-Präzisionstouchpad: Native Unterstützung für Zoom per Zwei-Finger-Geste (Pinch-to-Zoom) und flüssiges Verschieben der Bildfläche mit zwei Fingern.
    • Klicken & Ziehen: Klicken Sie im vergrößerten Zustand mit der linken Maustaste und ziehen Sie, um die Bildfläche frei zu verschieben.
  • Übersicht-Minimap (M): Drücken Sie M, um die Navigations-Minimap in der unteren rechten Ecke ein- oder auszublenden. Klicken oder ziehen Sie im vergrößerten Zustand das hervorgehobene Sichtfeld in der Minimap, um zielsicher über große, mehrere tausend Pixel breite Bilder zu navigieren.

Detailprüfungen & Wechsel des Hintergrunds

  • Auflösungsanzeige & Live-Zoom-Tooltip: Die Auflösungsanzeige in der unteren Steuerleiste zeigt die originalen physischen Abmessungen des Bildes an (z. B. 3840×2160). Beim Überfahren mit dem Mauszeiger erscheint ein Echtzeit-Tooltip mit den aktuell gerenderten Abmessungen und dem exakten Skalierungsprozentsatz (z. B. 1280×720 (33,33 %)), sodass Sie die aktive Zoomstufe stets im Blick behalten.
  • 5-Modi-Hintergrundwechsel (B):
    • Drücken Sie B (oder nutzen Sie das Kontextmenü), um direkt zwischen Kein Hintergrund (übernimmt App-Thema), Transparentes Schachbrettmuster, Reines Schwarz, Reines Grau und Reines Weiß umzuschalten.
    • Perfekte Transparenzprüfung: Unverzichtbar für helle oder dunkle transparente PNGs, monochrome Logos oder weiße Vektor-SVGs – schalten Sie auf Schwarz um, um weiße Details zu prüfen, oder auf Weiß, um dunkle Konturen zu kontrollieren.
  • Ausrichtung & Spiegeln: Drücken Sie R / L, um das Bild um 90° im / gegen den Uhrzeigersinn zu drehen; drücken Sie X / Y, um es horizontal / vertikal zu spiegeln.
  • Schnelles Öffnen riesiger Bilder (150-MiB-Schwelle):
    • Das Öffnen gigantischer Bilder (Scans, Gigapixel-Luftaufnahmen oder riesige TIFF-Dateien über 150 MiB) bringt herkömmliche Betrachter häufig zum Stillstand.
    • Seer nutzt eine zweistufige Pipeline: Es extrahiert eingebettete hochauflösende Vorschaudaten in Millisekunden für eine sofortige, verzögerungsfreie Vorschau bei Betätigung der Leertaste und erlaubt das Nachladen der unkomprimierten Bitmap bei Bedarf – ganz ohne Speichererschöpfung.

Erweiterte Formate & Metadaten

  • Professionelle Adobe PSD-Kompatibilität:
    • Vollständige Kompatibilität mit nativen Adobe Photoshop .psd-Dateien – ganz ohne Photoshop starten zu müssen.
    • Umfassende Unterstützung für Farbtiefen von 8 Bit, 16 Bit und 32 Bit.
    • Einwandfreie Farbdarstellung in den Modi CMYK-Druckfarben, Duplex, Indizierte Farben und Mehrkanal.
  • Kamera-RAW-Negative & EXIF:
    • Native direkte Dekodierung professioneller Kamera-RAW-Formate: Canon (.cr2, .cr3), Nikon (.nef), Sony (.arw), Fujifilm (.raf), Adobe (.dng), Olympus (.orf), Panasonic (.rw2) und viele mehr.
    • Priorisiert eingebettete Vollauflösungs-Vorschauen für das Öffnen in Sekundenbruchteilen; der Eigenschaften-Inspektor (Strg + I) extrahiert Kameragehäuse, Objektivdaten, Brennweite, Blende, Belichtungszeit, ISO, Belichtungskorrektur und eingebettete GPS-Koordinaten.
  • Intelligente Animationserkennung:
    • Viele .apng- und .webp-Dateien enthalten nur ein einzelnes statisches Bild. Seer analysiert die Animationsmetadaten, um automatisch die optimale Rendering-Engine zu wählen:
    • Statische Einzelbilddateien: Werden automatisch an die Rasterbild-Engine übergeben – ermöglicht 1:1-Pixelprüfung, freies Zoomen und EXIF-Auslesung.
    • Animierte Sequenzen (GIF / APNG / animiertes WebP): Aktiviert die Wiedergabe-Engine mit Schleifensteuerung, Pause und Einzelbildweiterschaltung (, / .) zur Analyse einzelner Animationsframes.
  • Icons mit mehreren Auflösungen (ICO / CUR / ICNS):
    • Bei Windows-Symbolen (.ico), Cursorn (.cur) oder macOS-Icons (.icns), die mehrere Auflösungen und Farbtiefen bündeln, zeigt die untere Steuerleiste eine Auswahlliste aller enthaltenen Symbolgrößen an (z. B. 16x16, 32x32, 48x48, 256x256).
    • Klicken Sie in der Steuerleiste auf Ausgewähltes Bild als PNG exportieren, um die aktive Symbolebene sofort als eigenständige, transparente PNG-Datei zu speichern.
  • Vektorgrafiken (SVG) & Quelltextprüfung:
    • Rendert Vektorzeichnungen in jeder Skalierung gestochen scharf. Das Kontextmenü bietet eine Schnellaktion, um die zugrunde liegende XML-Quelltextstruktur direkt im Textbetrachter anzuzeigen.

PDF-Dokumentbetrachter

Ausgestattet mit einer schlanken nativen Rendering-Engine, maßgeschneidert für Office-Dokumente und technische Whitepaper, mit asynchronem Hintergrund-Streaming und umfassender Anmerkungsunterstützung.

Leselayouts & Kachelübersicht

  • Buch-Doppelseite (P): Drücken Sie P (oder nutzen Sie das Kontextmenü), um zwischen fortlaufendem vertikalem Scrollen und einer realistischen Buch-Doppelseitenansicht mit Bundsteg umzuschalten.
  • Kachelübersicht (Strg + G): Drücken Sie Strg + G, um die Seitenübersicht aufzurufen, die alle Dokumentseiten als interaktives Miniaturgitter darstellt. Klicken Sie auf eine Miniaturansicht, um direkt zur betreffenden Seite zu springen.
  • Schnellnavigation: Drücken Sie [ / ], um zur vorherigen / nächsten Seite zu blättern; drücken Sie Pos 1 / Ende, um direkt zur ersten / letzten Seite zu springen. Drücken Sie M, um die Navigations-Minimap ein- oder auszublenden.
  • Direkte Größenanpassung: Drücken Sie W zur Anpassung an die Seitenbreite, H zur Anpassung an die Seitenhöhe oder A, um die originale physische Größe wiederherzustellen.
  • 3 Lese-Farbschemata (D): Drücken Sie D, um zwischen Standard (Weiß), Dunkelmodus (kontrastreicher Augenschutz) und Augenschonend (angenehmer Sepia-Leseton) zu wechseln, ohne die tatsächlichen Dokumentfarben zu verändern.
  • Trennlinien-Stile (G): Drücken Sie G, um zwischen Standardabstand, durchgehender Linie, gestrichelter Linie und Wellenlinie als Seitentrennung umzuschalten.
  • Seitendrehung (R / L): Dreht Dokumentseiten um 90° im Uhrzeigersinn (R) oder gegen den Uhrzeigersinn (L).

Standard-Zoommodi & Skalierungsregeln

Neben Tastenkombinationen (Strg + = / Strg + - oder Strg + Mausrad) bietet Seer im Kontextmenü und in der Konfiguration 4 anpassbare Standard-Zoommodi beim Öffnen:

  • Vier Standard-Zoommodi:
    • Standard / Originalgröße: Öffnet Seiten in den ursprünglichen physischen 1:1-Abmessungen. Wichtiges Verlaufsverhalten: Ausschließlich diese Standardoption stellt zuvor gespeicherte Zoomstufen aus dem Dokumentverlauf wieder her; die anderen Modi ignorieren den gespeicherten Verlauf beim Öffnen.
    • Breite anpassen: Skaliert Seiten dynamisch so, dass die maximale Breite aller Seiten genau in das Betrachterfenster passt. Die anfängliche Zoomberechnung basiert auf der Fensterbreite (Standard fit_w = 960, konfigurierbar in user.ini [PDF]).
    • Höhe anpassen: Skaliert Seiten dynamisch so, dass die aktuelle Seite in die Höhe des Fensters passt (bei Doppelseiten wird die jeweils höhere Seite des Seitenpaars herangezogen). fit_h = 960 in user.ini [PDF] dient lediglich als anfängliche Basishöhe.
    • Benutzerdefiniert: Öffnet Dokumente stets mit Ihrem bevorzugten Skalierungsfaktor (z. B. 125 %, 150 %).
  • Kontextmenü für Zoom & Benutzerdefinierter Standard:
    • Das Kontextmenü zeigt den aktuell aktiven Zoomfaktor an (z. B. Benutzerdefiniert (135%)).
    • „Aktuellen Zoom als benutzerdefiniert festlegen“: Wenn Sie ein Dokument auf Ihre ideale Lesegröße eingestellt haben, wählen Sie diese Option im Kontextmenü, um genau diesen Prozentsatz sofort als globalen Standardwert zu speichern.
  • Dynamische Seitenleiste (O): Drücken Sie O, um die Seitenleiste ein- oder auszublenden. Um die Benutzeroberfläche übersichtlich zu halten, werden Reiter dynamisch anhand des Dokumentinhalts eingeblendet:
    • Miniaturansichten: Für jedes Dokument verfügbar; zeigt einen durchgehenden Miniaturstreifen mit Seitennummern.
    • Inhaltsverzeichnis: Erscheint nur dann, wenn die PDF-Datei Lesezeichen bzw. Inhaltsverzeichnisdaten enthält, und stellt eine mehrstufige Baumstruktur zum Anspringen von Kapiteln bereit.
    • Hervorhebungen und Notizen: Erscheint nur dann, wenn die PDF-Datei Anmerkungen enthält, und listet alle Markierungen, Durchstreichungen und Notizen im gesamten Dokument auf.
  • Miniaturansicht ausrichten (V): Drücken Sie während des Lesens im Hauptbereich V, um die Miniaturliste in der Seitenleiste automatisch auf die aktuell sichtbare Seite zu zentrieren.
  • Konfigurierbare Seitenleisten-Position: Standardmäßig dockt die Seitenleiste rechts an. Sie können sie über user.ini [PDF] show_sidebar_left = true so konfigurieren, dass sie links angezeigt wird.
  • Interaktive Hyperlinks: Unterstützt das Anklicken von Einträgen im Inhaltsverzeichnis, internen Seitensprüngen, externen Web-URLs (öffnen sich direkt im Standardbrowser) und Mailto-E-Mail-Links vollständig.
  • Anmerkungssichtbarkeit (T): Drücken Sie T, um die Anzeige von Texthervorhebungen, Unterstreichungen und Leser-Anmerkungen ein- oder auszublenden.
  • Asynchrone Volltextsuche (Strg + F):
    • Sucht asynchron im Hintergrund mit Ladekreis-Anzeige.
    • Unterstützt Groß-/Kleinschreibung (Aa), dunkle Orangefärbung für den aktuellen Treffer, gelbe Markierung für sonstige Treffer sowie das Weiterspringen mit F3 / Umschalt + F3 über getrennte Zeilenumbrüche hinweg.
  • Passwortgeschützte Dokumente: Verschlüsselte PDF-Dateien fordern Sie automatisch mit einem nativen Passwortdialog zur Eingabe auf, um Inhalte sicher freizuschalten.

Ordner- und Archivbetrachter

Prüfen Sie Verzeichnisstrukturen und komprimierte Archivinhalte blitzschnell – ganz ohne vorheriges Entpacken auf die Festplatte oder temporären Datenmüll.

Drei unterschiedliche Ansichtsmodi

  • Hierarchische Baumansicht (Alt + T): Klassischer, mehrstufig ausklappbarer Verzeichnisbaum, der Ordner und Dateien in einer einheitlichen Baumstruktur mit Pfeilen zum Auf- und Zuklappen darstellt.
  • Spaltenansicht (Alt + C): Spaltennavigation im Stil des macOS-Finders – ermöglicht das tiefgehende Durchklicken von Unterordnern, ohne den Kontext des übergeordneten Verzeichnisses zu verlieren.
  • Galerieansicht (Alt + Y): Miniaturansichts-Raster für Foto-, Grafik- und Asset-Verzeichnisse, mit Pfeiltastennavigation und integriertem seitlichen Vorschaufenster.

Git-Statusintegration & Direktsuche

  • Git-Repository-Statusabzeichen:
    • Beim Betrachten von Ordnern innerhalb eines Git-Repositorys erkennt Seer den Repository-Status automatisch und zeigt farbcodierte Abzeichen neben den Dateieinträgen an:
    • Geändert (M): Beobachtete Dateien mit ungespeicherten oder gestagten Änderungen.
    • Hinzugefügt (A): Neu gestagte Dateien.
    • Unbeobachtet (?): Neu erstellte Dateien, die noch nicht von Git erfasst wurden.
    • Umbenannt (R): Dateien, die umbenannt wurden.
    • Gelöscht (D): Beobachtete Dateien, die entfernt wurden.
    • Diese Funktion kann unter Einstellungen > Typen > Ordner ein- oder ausgeschaltet werden (standardmäßig aktiv).
  • Dateisuche direkt im Ordner (Strg + F):
    • Drücken Sie Strg + F, um Dateinamen in Echtzeit unter Beachtung von Groß-/Kleinschreibung (Aa) zu durchsuchen.
    • Treffer werden farblich hervorgehoben und nicht übereinstimmende Einträge abgeblendet statt ausgeblendet, sodass die Verzeichnisstruktur stets lesbar bleibt. Mit Eingabe oder F3 springen Sie in allen drei Ansichten durch die Treffer.
  • Seitliche Detailansicht & Vorschaufenster (Alt + D):
    • Drücken Sie Alt + D, um den rechten Informationsbereich ein- oder auszublenden, um Dateivorschauen, EXIF-Metadaten und Dateibemerkungen direkt einzusehen, ohne separate Vorschaufenster öffnen zu müssen.

Archivinspektion & schnelle Aktionen

  • Direkte Archivinspektion & zweistufiges Entpacken:
    • Nativer Lesezugriff für Archive wie .zip, .7z, .rar, .tar, .gz, .bz2, .xz, .zst, .iso, .cab, .chm und .arj, ohne temporäre Dateien auf der Festplatte abzulegen.
    • Unterstützt verschachtelte Archive mit erforderlicher sekundärer Dekompression.
  • Hintergrund-Größenberechnung von Ordnern: Das Öffnen eines Ordners startet die Größenberechnung in einem separaten Hilfsprozess, sodass das Vorschaufenster stets reaktionsschnell bleibt und die Gesamtgröße des Ordners im Eigenschaften-Inspektor angezeigt wird, sobald der Scan abgeschlossen ist.
  • Bequemes Kopieren von Pfaden:
    • Schnellaktionen im Kontextmenü erlauben das Kopieren von absoluten Pfaden, relativen Pfaden oder der gesamten Verzeichnisliste mit einem Klick in die Zwischenablage.

Web- und Markdown-Betrachter

Modernes Offline-Rendering für Dokumente im .html-, .mhtml- und .md-Format.

Browser-Engine & Sicherheitsaspekte

Seer integriert die vollständige Chrome (Chromium) Browser-Engine und bietet dieselben Layout- und Ausführungsfunktionen wie moderne Webbrowser:

  • Chrome- (Chromium-) Kern: Volle Kompatibilität mit HTML5, modernem CSS3, JavaScript, Canvas, SVG und Hardwarebeschleunigung für Offline-Single-Page-Anwendungen, Berichte und .mhtml-Webarchive.
  • Lokale & Netzwerk-Berechtigungen:
    • Um umfangreiche lokale Berichte, Offline-Dokumentationen und Markdown-Vorschauen zu ermöglichen, sind die Websicherheitsgrenzen gelockert: Lokale Dokumente können verzeichnisübergreifend lokale Ressourcen laden, externe CDN-Ressourcen abrufen und auf die Zwischenablage zugreifen.
  • Datencache & dauerhafte Speicherung:
    • Der HTTP-Netzwerkcache wird rein im Arbeitsspeicher gehalten (MemoryHttpCache), während dauerhafte Webspeicherdaten (wie HTML5 localStorage, IndexedDB und Websitedaten) unter %LocalAppData%\Corey\Seer\web abgelegt werden.
  • ⚠️ Sicherheitshinweis:
    • Da in der Vorschau angezeigten HTML-Dokumenten Lesezugriff auf lokale Dateien, Netzwerkzugriff und Skriptausführungsrechte gewährt werden, sollten Sie niemals nicht vertrauenswürdige, verdächtige oder unüberprüfte .html-Dateien aus unbekannten Quellen in der Vorschau öffnen.

Schwebende Suchleiste & Inhaltsverzeichnis

  • Schwebende Suchleiste über WebEngine:
    • Die Suchleiste schwebt in einem eigenen Fenster über der Seite, sodass sie über dem hardwarebeschleunigten Web-Anzeigebereich stets gestochen scharf und transparent bleibt, anstatt von diesem überdeckt zu werden.
    • Drücken Sie Strg + F, um die Stichwortsuche auf der Seite zu öffnen – inklusive Groß-/Kleinschreibung (Aa) und Weiterspringen mit F3 / Umschalt + F3.
  • Schwebendes Inhaltsverzeichnis (T): Drücken Sie T, um ein dynamisches schwebendes Inhaltsverzeichnis an der Seite einzublenden, das den Lesefortschritt beim Scrollen in Echtzeit verfolgt.
  • Inhaltszoom: Halten Sie Strg gedrückt und drehen Sie das Mausrad, oder drücken Sie Strg + = / Strg + -, um hinein- oder herauszuzoomen.

Markdown-Designs, Formeln & Diagramme

  • 100 % offline & autark: Alle Komponenten für das Markdown-Rendering – einschließlich Stylesheets für Designs, KaTeX-Matheschriftarten und der Mermaid-Diagramm-Engine – sind direkt in Seer integriert. Die Markdown-Vorschau funktioniert vollständig offline, ohne jede Abhängigkeit von externen CDNs oder Online-CSS/JS.
  • Design-Bibliothek: Ausgewählte integrierte Designs wie default, github_light, github_dark, obsidian, studio, papyrus, amethyst, prism, evergreen, sahara, nordic und weitere. Unter Einstellungen > Typen > HTML können zudem eigene externe CSS-Dateien angegeben werden.
  • LaTeX-Mathematik (KaTeX): Natives Rendering für Inline-Formeln $math$ und abgesetzte Formelblöcke $$math$$.
  • Technische Diagramme (Mermaid): Natives Rendering für Flussdiagramme, Sequenzdiagramme und Gantt-Diagramme.
  • GitHub-Alerts: Native Gestaltung für Zitatblöcke mit [!NOTE], [!TIP], [!WARNING], [!IMPORTANT] und [!CAUTION].
  • Als PDF speichern: Die untere Steuerleiste enthält die Aktion „Als PDF speichern“, mit der formatierte Markdown- oder Webseiten mit einem Klick in Vektor-PDF-Dokumente exportiert werden können.

System-Vorschau & Miniaturansicht

Für proprietäre oder spezialisierte Dateiformate, die weder von den integrierten Betrachtern von Seer abgedeckt werden noch über eigene Seer-Plugins verfügen, nutzt Seer das Windows-Betriebssystem über einen zweistufigen Fallback-Mechanismus.

Konzepte & Funktionsweise

Um dieses Modul zu verstehen, muss geklärt werden, was diese beiden Funktionen darstellen und woher die zugrunde liegenden Daten stammen:

  • System-Vorschau:
    • Entspricht exakt den Inhalten, die im integrierten Vorschaufenster des Windows-Explorers angezeigt werden (im Windows-Explorer mit Alt + P umschaltbar).
    • Es handelt sich um eine interaktive Vorschaukomponente, die von Drittanbieter-Anwendungen im Betriebssystem registriert wird (z. B. scrollbare Dokumentansichten, interaktive Tabellenansichten).
  • System-Miniaturansicht:
    • Extrahiert das vom System oder von Anwendungen generierte Dateisymbol bzw. die Miniaturansicht und stellt sie vergrößert und zentriert im Vorschaufenster dar. Steht kein interaktiver Vorschau-Handler zur Verfügung, sorgt die vergrößerte hochauflösende Miniaturansicht dafür, dass die Datei dennoch sofort erkennbar ist.
  • Datenquelle: Bereitstellung durch installierte Programme: Windows verfügt von Haus aus nicht über Vorschaulogik für jedes spezielle Dateiformat. Diese Fähigkeiten werden durch installierte Software von Drittanbietern in Windows registriert (beispielsweise stellt die Installation von Adobe Photoshop die Vorschau für .psd-Dateien bereit, Microsoft Office liefert Vorschauen für .docx / .xlsx / .pptx, und 3D-/CAD-Pakete registrieren Vorschauen für Konstruktionsmodelle).
  • Seers Rolle: Auslesen und Darstellen vorhandener Daten:
    • Seer liest lediglich diese Daten aus dem Betriebssystem aus und bettet sie ein. Seer enthält für solche geschlossenen Formate keine eigenen proprietären Dekodierer, sondern bindet über standardisierte Schnittstellen der Windows-Shell an die vorhandenen Vorschau- und Miniaturansichtsfunktionen an.
    • Ist das betreffende Programm nicht auf dem Computer installiert oder hat diese Software keine Shell-Vorschaukomponenten in Windows registriert, kann Seer keine Vorschau aus dem Nichts herbeizaubern.

Zweistufiges Laden & eleganter Fallback

Trifft Seer auf ein Format ohne integrierten Betrachter, greift eine priorisierte Fallback-Kette:

graph TD
    A["Proprietäre / nicht integrierte Datei (Leertaste drücken)"] --> B{"Vorschauunterstützung in Windows oder installierten Apps verfügbar?"}
    B -- "Verfügbar und geladen" --> C["System-Vorschau einbetten (Natives interaktives Vorschaufenster)"]
    B -- "Nicht verfügbar oder Ladefehler" --> D{"Miniaturansicht-Fallback aktiviert?"}
    D -- "Aktiviert und Miniaturansicht vorhanden" --> E["Shell-Miniaturansicht extrahieren (Vergrößert und zentriert)"]
    D -- "Deaktiviert oder keine Miniaturansicht gefunden" --> F["Hinweis auf nicht unterstützte Datei anzeigen"]
  1. Erste Priorität: System-Vorschau: Sucht nach der von Windows oder installierter Software bereitgestellten Vorschaukomponente und aktiviert diese. Dabei wird exakt dieselbe native interaktive Ansicht eingebettet, die auch im Vorschaufenster des Explorers erscheinen würde.
  2. Zweite Priorität: System-Miniaturansicht: Ist kein Vorschau-Handler registriert oder schlägt die Initialisierung fehl, ruft Seer die höchstauflösende Shell-Miniaturansicht ab und skaliert sie flüssig auf die Fenstergröße.

Zuverlässigkeit von Tastenkombinationen & Cloud-Schutz

  • Schließen per Tastatur: Besitzt Seer den Fokus, schließen Leertaste und Esc die Vorschau wie gewohnt. Übernimmt eine eingebettete Vorschaukomponente eines Drittanbieters (wie der Vorschau-Handler von Microsoft Office oder Adobe) den Tastaturfokus, erreichen Tastenanschläge Seer nicht mehr direkt. Seer greift dann auf seinen systemweiten Low-Level-Tastatur-Hook zurück. Die Leertaste wird standardmäßig über den Hook verarbeitet; die Weiterleitung von Esc wird über enable_esc_key in user.ini [General] gesteuert und ist standardmäßig deaktiviert – aktivieren Sie diese Option, wenn Sie möchten, dass Esc das Fenster auch dann schließt, wenn eine externe Vorschaukomponente den Fokus hält.
  • Schutz für bedarfsgesteuerte Cloud-Dateien: Bei reinen Online-Dateien (wie noch nicht lokal heruntergeladenen Platzhalterdateien von OneDrive oder Cloud-Diensten) verhindert Seer automatisch das Ausführen von Vorschau-Handlern und das Extrahieren von Metadaten, um unerwünschte Hintergrund-Downloads zu vermeiden.

Konfiguration & Verwaltung

Alle Einstellungen für dieses Modul werden unter Einstellungen > Typen > System verwaltet:

  • Globaler Schalter: Aktivieren oder deaktivieren Sie das gesamte Fallback-Modul unter Einstellungen > Typen > System.
  • Miniaturansicht-Fallback separat umschalten: Wenn Sie ausschließlich interaktive Vorschauen wünschen und vergrößerte statische Miniaturansichten vermeiden möchten, deaktivieren Sie die Option System-Miniaturansichten für Dateien ohne Vorschauhandler verwenden unter Einstellungen > Typen > System.
  • Ausschlussliste für Dateiendungen: Schließen Sie problematische oder langsame Vorschau-Handler von Drittanbietern gezielt aus, indem Sie den Eintrag exclude in user.ini [SystemViewer] anpassen.

Bekannte Einschränkungen & wichtige Hinweise

1. Datei während geöffneter Vorschau gesperrt

Datei durch Vorschaukomponente gesperrt: Beim Anzeigen eines Dokuments über die System-Vorschau hält die aktive Vorschaukomponente der Drittanbieter-Software (wie Microsoft Office, Adobe Acrobat/Photoshop oder CAD-Pakete) die Datei typischerweise während der gesamten Anzeigedauer geöffnet.

  • Beobachtetes Verhalten: Wenn Sie bei geöffnetem Vorschaufenster versuchen, die Datei im Windows-Explorer oder einem anderen Programm umzubenennen, zu verschieben, zu überschreiben oder zu löschen, erscheint die Windows-Meldung: „Die Aktion kann nicht abgeschlossen werden, da die Datei in einem anderen Programm geöffnet ist“.
  • Lösung:
    • Schließen Sie einfach das Seer-Vorschaufenster (durch Drücken der Leertaste oder Esc) oder navigieren Sie im Dateimanager zu einer anderen Datei. Seer schließt die externe Vorschaukomponente unverzüglich und gibt die Dateihandles frei, sodass Umbenennungs- oder Löschvorgänge normal durchgeführt werden können.
  • Vergleich mit Miniaturansichten:
    • Im Gegensatz dazu werden Dateien beim Fallback auf Shell-Miniaturansichten sowie bei den nativen integrierten Betrachtern von Seer nur kurz eingelesen und sofort wieder freigegeben, ohne die Datei zu sperren.

2. Zwischenspeicherung & manuelles Aktualisieren

Lokale Zwischenspeicherung: Das Abfragen unterstützter Vorschauformate vom Betriebssystem und von Drittanbieter-Anwendungen ist zeitintensiv. Um bei jedem Druck auf die Leertaste eine sofortige Vorschau zu gewährleisten, speichert Seer diese Informationen in einem lokalen Cache, um wiederholte Scans bei jeder Vorschau zu vermeiden.

  • Verhalten nach Softwareänderungen: Wenn Sie Programme installieren oder deinstallieren (z. B. Photoshop, Office oder CAD-Tools), aktualisiert Windows zwar seine Konfiguration, Seer greift jedoch möglicherweise weiterhin auf den Cache zurück und erkennt neue Vorschaufähigkeiten nicht sofort.
  • Manuelles Aktualisieren:
    • Starten Sie Seer einfach neu oder schalten Sie eine beliebige Betrachter-Option in den Seer-Einstellungen um und klicken Sie auf OK, um einen vollständigen Neustart der Komponenten auszulösen.
    • Funktionsweise: Das Neuladen der Betrachterkomponenten leert den lokalen Cache der System-Vorschau automatisch, sodass Seer Windows erneut scannt und neu installierte Vorschaukomponenten sofort erfasst.

Einstellungen & Optionen

Drücken Sie Strg + , (oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Taskleistensymbol und wählen Sie Einstellungen), um den Seer-Konfigurationsdialog zu öffnen. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Optionen in den einzelnen Einstellungsbereichen:

1. Allgemeine Einstellungen

  • Sprache: Wählen Sie Ihre bevorzugte Benutzeroberflächensprache aus. Seer bringt vollständig lokalisierte Oberflächen für über 15 Sprachen mit.
  • Darstellung: Wechseln Sie zwischen Hell, Dunkel und Automatisch (passt sich automatisch dem Farbmodus Ihres Windows-Systems an).
  • Seer beim Systemstart öffnen:
    • Desktop-Version: Verwendet standardmäßig den regulären Windows-Autostart über die Registrierung. Sie können unter Einstellungen > System auch die Option Windows-Aufgabenplanung verwenden wählen, um eine höhere Zuverlässigkeit und erhöhte Rechte zu erzielen.
    • Microsoft Store-Version: Klicken Sie auf die Schaltfläche Systemeinstellungen öffnen, um direkt zu Windows-Einstellungen -> Apps -> Autostart zu gelangen und den automatischen Start zu aktivieren.
  • Als Administrator ausführen: Startet Seer mit erweiterten Administratorrechten neu, sodass Seer Tastatureingaben abfangen und Dateien auch in Anwendungen vorschauen kann, die als Administrator ausgeführt werden (wie Total Commander, Directory Opus oder Everything mit Admin-Rechten).
  • Automatisch nach Updates suchen: Legt fest, ob Seer beim Programmstart automatisch nach neuen Softwareversionen sucht.

2. Dateitypen

Verwalten Sie Dateizuordnungen, Ansichtsmodi und Funktionsschalter für jede Formatkategorie unter Einstellungen > Typen:

  • Kategorie-Reiter: Wechseln Sie zwischen den Bereichen für Text, Bilder, Medien, Ordner, PDF, HTML, System, Unbekannt (der Eigenschaften-Inspektor für Dateien, die von keinem anderen Betrachter beansprucht werden) und Deaktiviert.
  • Hauptschalter & benutzerdefinierte Erweiterungen: Jede Kategorie verfügt über einen Ein-/Ausschalter. Zusätzliche Erweiterungen für einen Betrachter werden über den Schlüssel extra_support in user.ini hinterlegt (z. B. [Text] extra_support); der Bereich Deaktiviert ist der einzige mit einem Tag-Editor und verwaltet die globale Ausschlussliste.
  • Kategoriespezifische Optionen:
    • Bilder: Konfigurieren Sie den Standard-Anzeigemodus (Automatisch anpassen, An kürzere Seite anpassen, Originalgröße bevorzugen) sowie das Mausrad-Verhalten (Scrollen vs. Zoomen). Die Anzeige der Minimap befindet sich nicht auf dieser Seite – sie wird über show_minimap in user.ini [Image] gesteuert.
    • Ordner: Git-Repository-Statusabzeichen ein- oder ausschalten (M, A, ?, R, D).
    • HTML: Wählen Sie das Standard-Markdown-Design und geben Sie optional eine benutzerdefinierte externe CSS-Datei an.
    • System: Schalten Sie den Miniaturansicht-Fallback für nicht unterstützte Formate um.
    • Deaktiviert: Setzen Sie bestimmte Dateiendungen auf die Sperrliste, für die Seer niemals eine Vorschau anzeigen soll.

3. Erweiterte Einstellungen

  • Doppelklick, um die Datei mit der Standardanwendung zu öffnen: Wenn aktiviert, öffnet ein Doppelklick an eine beliebige Stelle im Vorschaufenster die Datei direkt im zugeordneten Standardprogramm (entspricht dem Drücken von Strg + O).
  • Cloud-Platzhalterdateien laden: Steuert, ob Seer beim Betrachten von reinen Cloud-Platzhaltern (z. B. OneDrive-Dateien bei Bedarf) automatisch den bedarfsgesteuerten Download im Hintergrund anstößt. Ist diese Option deaktiviert, schont dies Ihre Netzwerkbandbreite und Festplattenkapazität.
  • Ausgewählte Datei im Explorer markieren: Folgt automatisch Ihrer Auswahl im Datei-Explorer; beim Navigieren mit den Pfeiltasten wird das Vorschaufenster in Echtzeit aktualisiert, ohne dass die Leertaste wiederholt gedrückt werden muss.
  • Vorschau bei Dateiänderungen automatisch aktualisieren: Wenn aktiviert (standardmäßig deaktiviert), lädt das Speichern einer geänderten Datei in einem externen Programm die Vorschau direkt neu (der Textbetrachter stellt die gespeicherte Leseposition wieder her). Bei Ordnern werden Änderungen auf der ersten Verzeichnisebene überwacht.
  • Vorschaufenster-Fokus: Bestimmt, ob das Vorschaufenster den Tastaturfokus von Ihrem Dateimanager übernimmt. Diese Einstellung ist entscheidend, wenn Tastenkombinationen unmittelbar nach dem Drücken der Leertaste nicht zu reagieren scheinen:
    • Fokus nie übernehmen (Standard): Die Vorschau entzieht dem Explorer oder Dateimanager niemals den Fokus, sodass Eingaben und Pfeiltasten dort weiterhin funktionieren. Ein erneuter Druck auf die Leertaste schließt die Vorschau sofort, betrachterspezifische Tastenkombinationen (Z, M, Strg + F, ...) reagieren jedoch erst, nachdem Sie in das Fenster geklickt haben.
    • Jedes Mal, wenn eine Datei in der Vorschau angezeigt wird: Jede neue Vorschau aktiviert das Fenster sofort, sodass Tastenkombinationen direkt reagieren. Allerdings verlässt der Fokus dabei nach jedem Druck auf die Leertaste den Dateimanager.
    • Nur beim Öffnen des Fensters: Der Fokus wird einmalig beim Erscheinen des Vorschaufensters übernommen; beim Wechseln von Dateien bei geöffnetem Fenster wird der Fokus nicht erneut abgefangen.
  • Bei softwaregenerierten Tasteneingaben auslösen: Standardmäßig deaktiviert. Der Tastatur-Hook von Seer ignoriert bewusst Tastaturereignisse, die von Windows als simuliert oder injiziert markiert sind, damit Makros, Bildschirmtastaturen oder Fernsteuerungssitzungen nicht unbeabsichtigt Vorschaufenster öffnen. Aktivieren Sie diese Option, wenn Seer über Automatisierungen gesteuert wird – etwa AutoHotkey-/AutoIt-Skripte, Bildschirmtastaturen, Bedienungshilfen oder Remotedesktop-/KVM-Umgebungen, die Tastenanschläge einspielen. Die Option deckt sowohl die Auslösetaste als auch die nachfolgende Entf-/Esc-Verarbeitung ab.
  • Fenstergröße und -position:
    • Automatisch (Standard): Passt die Fensterabmessungen dynamisch an das native Seitenverhältnis der jeweiligen Datei und den optimalen Maßstab des Betrachters an.
    • Fenstergröße und Position behalten: Merkt sich die exakten Abmessungen und Bildschirmkoordinaten des zuletzt geschlossenen Vorschaufensters.
    • Fenster beim Öffnen zentrieren: Zentriert das Vorschaufenster immer in der Mitte Ihres aktiven Monitors.
  • Titelleisten-Schaltfläche: Bestimmt die Aktion beim Klick auf die primäre Schaltfläche in der Titelleiste:
    • Separates Fenster (Standard): Trennt die aktuelle Vorschau in ein eigenes schwebendes Fenster ab. Es gehört weiterhin zur laufenden Seer-Instanz, sodass das Beenden von Seer auch das Unterfenster schließt.
    • Angepinntes Fenster: Hält die Vorschau stets im Vordergrund, ohne sich bei Fokusverlust zu schließen.
    • Eigenständiges Fenster: Startet einen vollständig isolierten Betrachterprozess (SeerViewer.exe).
  • „Entf“-Taste aktivieren: Lässt die Entf-Taste mit den Dateihandles von Seer kooperieren, anstatt sie zu blockieren. Das genaue Verhalten hängt davon ab, welches Fenster aktiv ist:
    • Vorschaufenster fokussiert: Seer schließt die Vorschau (sowie jedes abgetrennte Fenster derselben Datei) und verschiebt die Datei in den Windows-Papierkorb. Solange die Datei noch lädt, geschieht nichts; angepinnte Fenster bleiben geöffnet und können nur manuell von Ihnen geschlossen werden.
    • Dateimanager fokussiert: Seer löscht die Datei nicht selbst. Es blendet lediglich die Vorschau aus und gibt alle Dateihandles frei, sodass der im Explorer, in Total Commander oder Directory Opus ausgelöste Löschvorgang nicht mit der Meldung „Die Aktion kann nicht abgeschlossen werden, da die Datei in einem anderen Programm geöffnet ist“ fehlschlägt.
    • Lassen Sie diese Option deaktiviert, wenn Sie Seer beim Aufräumen von Dateien geöffnet lassen und ausschließen möchten, dass ein Tastendruck versehentlich eine Datei entfernt.
  • Taskleisten-Icon ausblenden: Blendet Seer im Windows-Infobereich für ein absolut minimalistisches Erscheinungsbild aus. Im ausgeblendeten Zustand bietet Seer beim Programmstart ein 8-sekündiges Zeitfenster, in dem das Symbol sichtbar bleibt, damit Sie die Einstellungen bei Bedarf erreichen können.
  • user.ini öffnen: Klicken Sie unten auf die Schaltfläche user.ini, um user.ini zur manuellen Feinabstimmung in Ihrem Standard-Texteditor zu öffnen (bewegen Sie den Mauszeiger über die Schaltfläche, um den vollständigen Pfad zu sehen; Referenzen zu allen Feldern finden Sie in der Anleitung zur benutzerdefinierten Konfiguration).

4. System

  • Windows-Aufgabenplanung verwenden: Wechseln Sie zwischen der Windows-Aufgabenplanung (empfohlen, immun gegen UAC-Rechteblockaden) und der herkömmlichen Autostart-Methode über die Registrierung.
  • Kontextmenü-Integration: Fügt die Aktion „Mit SeerViewer öffnen“ zum Kontextmenü des Windows-Explorers für alle Dateien und Verzeichnisse hinzu, wodurch die Datei direkt in einem eigenständigen SeerViewer.exe-Prozess gestartet wird.
  • Im Menü „Öffnen mit“ registrieren: Registriert SeerViewer in der nativen Windows-Liste für „Öffnen mit“ für alle unterstützten Dateiformate.
  • Als Standard-App festlegen: Öffnet die Windows-Seite Standard-Apps, damit Sie einen Dateityp manuell mit SeerViewer verknüpfen können. Seer kann Dateizuordnungen nicht stillschweigend übernehmen – Windows verlangt hierfür eine Bestätigung durch den Benutzer.
  • Hauptschalter für Dateibemerkungen: Schaltet Seers persönliches Notizsystem für Dateien global ein oder aus.

5. Tastenkombinationen

  • Auslösetasten: Passen Sie die primäre Auslösetaste und Modifikatorkombination individuell an (z. B. Leertaste, Alt + Leertaste, Strg + Leertaste, Umschalt + Leertaste).
  • Auslöser für separates Fenster: Legen Sie eine alternative Tastenkombination fest, um die Vorschau direkt in einem abgetrennten Unterfenster zu starten.
  • Tastenkombinationen neu zuweisen: Passen Sie jede globale oder betrachterspezifische Tastenkombination (z. B. Drehen, Stummschalten, Zeilenumbruch, Suchleiste, Vollbild) an Ihre persönlichen Gewohnheiten an.

6. Sicherung, Import & Zurücksetzen

Über die drei Schaltflächen am unteren Rand von Erweitert können Sie die gesamte Konfiguration auf ein anderes Gerät übertragen oder auf den Auslieferungszustand zurücksetzen:

  • Exportieren: Schreibt ein Abbild der aktuellen Einstellungen in eine .ini-Datei Ihrer Wahl. Die Datei verwendet das eigene Exportformat von Seer (versioniert, nicht für die manuelle Bearbeitung gedacht); bewahren Sie sie daher als Sicherung auf, anstatt sie in einem Editor zu öffnen. Das Abbild umfasst die in config.ini gespeicherten Einstellungen (Darstellung, Tastenkombinationen, formatspezifische Optionen, Plugin-Schalter ...). Es enthält weder manuelle Anpassungen aus user.ini noch Aktivierungsdaten, Verlaufslisten (PDF-/Medienverlauf, seitenspezifische Zoomstufen), Fensterpositionen oder die Zuordnungsmatrix mehrerer Betrachter.
  • Importieren: Wendet ein zuvor exportiertes Abbild an und startet Seer sofort neu, da mehrere Optionen erst bei einem Neustart wirksam werden. Werte werden unverändert übernommen – einschließlich aller darin enthaltenen absoluten Pfade (siehe unten). Dateien, die keine Seer-Exporte sind oder mit einer abweichenden Version des Exportformats erstellt wurden, werden mit einer Fehlermeldung abgewiesen.
  • Auf Standard zurücksetzen: Setzt config.ini auf die Standardwerte zurück und startet Seer neu. Aktivierungs- und Lizenzdaten bleiben erhalten, und manuell bearbeitete Werte in user.ini werden nicht angetastet, sodass Ihre erweiterten Einstellungen bestehen bleiben. Die Schaltfläche verwandelt sich zunächst in ein Bestätigen/Abbrechen-Paar – ein zweiter Klick ist erforderlich.

Pfade innerhalb eines Abbilds werden nicht migriert. Einige Einstellungen werden mit absoluten Pfaden des Systems gespeichert, auf dem der Export erstellt wurde. Auf einem anderen Gerät – mit abweichendem Benutzernamen, anderem Laufwerksbuchstaben oder anderem Installationspfad von Seer – verweisen diese Einträge weiterhin auf die alten Pfade und funktionieren nicht mehr. Bekannte Fälle:

  • Plugins: Die Erweiterungsregistrierung speichert den Installationsordner jedes Pakets, und das Plugin-Installationsverzeichnis selbst ist ein absoluter Pfad. Installieren Sie Plugin-Pakete nach dem Wechsel auf ein neues Gerät neu (über die Seite Plugin-Downloads), anstatt zu erwarten, dass die importierte Registrierung sie am alten Speicherort findet.
  • Lokale Plugin-Einträge (die frühere Liste plugins_added) verweisen über absolute Pfade auf Dateien und können auf anderen Systemen nicht aufgelöst werden.
  • Benutzerdefiniertes Markdown-CSS (markdown_css_path) verweist auf eine Datei auf dem alten Computer; wählen Sie diese unter Einstellungen > Typen > HTML erneut aus.
  • Autostart-Einträge enthalten den registrierten Pfad der ausführbaren Datei; aktivieren Sie den Autostart auf dem neuen Gerät erneut.

Pfadunabhängige Einstellungen – wie Design, Sprache, Tastenkombinationen, Betrachter-Schalter, Dekodierungsoptionen usw. – lassen sich sauber migrieren. Plugin-Pakete selbst sind Verzeichnisse auf dem Datenträger und niemals Teil des Einstellungsabbilds; sichern Sie diese bei Bedarf separat.